Gutes von Land und Meer

Makrele (Scomber scombrus)

Makrelen gehören zur Familie der Scombridae und sind damit entfernte Verwandte der Thunfische. Wie diese haben sie einen spindelförmigen Körper, zwei Rückenflossen und eine tief gespaltene, sichelförmige Schwanzflosse. Auch Makrelen sind räuberische Schwarmfische; ihre weit geringere Größe verlangt jedoch nach anderer Nahrung. Lebensräume sind die Meere der gemäßigten Zonen: Mittelmeer, Schwarzes Meer und der nördliche Atlantik von den Küstengewässern Nordamerikas bis zur Nordsee.

Da Makrelen die Schwimmblase fehlt, müssen sie durch ständige Bewegung für Auftrieb sorgen, können dafür aber ohne Druckausgleich blitzschnell in tieferes Wasser abtauchen. Im Gegensatz zu anderen Makrelenarten springt Scomber scombus nicht aus dem Wasser, um anderen Raubfischen zu entkommen. Stattdessen bilden die Tiere große Schulen mit Artgenossen, wirken so wie ein einzelner großer Organismus und irritieren damit ihre Fressfeinde. Gejagt werden sie von Thunfischen, Dorn- und Heringshaien sowie Delfinen.

Die Makrelenfischerei ist auf die Monate Juli bis Februar beschränkt. Die Tiere halten eine winterliche Ruhezeit ein, in der sie keine Nahrung aufnehmen. Während der Laichzeit im Frühjahr ernähren sie sich von Plankton, danach vom Laich und den Jungfischen der Heringe, Dorsche, Sprotten und Wittlinge. Die meisten Makrelen erreichen eine Länge von etwa 30 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 500 Gramm. Maximal können sie 60 Zentimeter lang und 3 Kilogramm schwer werden – bei einem Alter von bis zu 17 Jahren.

Hauptfanggerät für Makrelen ist das pelagische Schleppnetz. Werden die von Naturschützern geforderten größeren Maschenweiten eingehalten, können die Jungfische hindurchschlüpfen und der Makrelenbestand wird geschont. Um den Beifang auf ein Minimum zu reduzieren, kommen immer häufiger kleine Ringwaden und Schleppangeln zum Einsatz. Die nachhaltige Fischerei der Makrelen orientiert sich an den aktuellen Makrelen Beständen. Dies ist für den weltweit als Autorität anerkannten Marine Stewardship Council (MSC™) die Grundlage für die Vergabe seines unverwechselbaren blauen Siegels.